ZSO Albis setzt auf Zusammenarbeit

Die ZSO Albis formuliert die Mehrjahresstrategie 2013-2016.

Es ist ein Zivilschutzjahr unter erschwerten Bedingungen. Wo sonst geplant, eingeübt und Material bezogen wird, dröhnen nun die Pressluftbohrer. Die Räume der ZSO Albis sowie der Zivilschutzstelle werden totalsaniert. Nach sehr intensiven Jahren des Aufbaus der regionalen Zivilschutzorganisation nutzt die ZSO Albis die Zeit des Umbaus ihres Quartiers zur Optimierung und Konsolidierung ihrer Grundfertigkeiten. Gleichzeitig plant das Kommando auch die Strategie der kommenden Jahre. 

Bevölkerungsschutz als Ziel

Es ist ein gewandelter Zivilschutz: selbstbewusst tritt er als professionelle und zweckmässige Organisation auf. In diesem Sinne formulierte das Kommando im Jahre 2008 das Ziel, 2012 als wirkungsvoller Partner des Bevölkerungsschutzes im Bezirk Affoltern einsatzbereit zu sein. Kommandant Alfred Haab sieht heute diesen Anspruch erfüllt und bilanziert: „Die ZSO Albis funktioniert sowohl in ihren Strukturen wie auch personell. Mannschaft und Kader bilden eine Einheit, in der konstruktiv zusammengearbeitet wird.“

Die neue Strategie, die sich bis ins Jahre 2016 erstreckt, bestätigt den bisher eingeschlagenen Weg, setzt jedoch vermehrt den Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit. „Jeder Dienst arbeitet heute noch zu stark für sich“, meint Alfred Haab. Zum einen müsse die Verknüpfung zwischen den Diensten innerhalb des Zivilschutzes gestärkt werden, zum anderen gilt es die Vernetzung mit den übrigen Partnern des Bevölkerungsschutzes zu erweitern und zu gestalten. Die kantonale Vorgabe nach regionalen Führungsorganisationen im Bevölkerungsschutz (RFO) gebe das Ziel vor: Die Organisationen des Bevölkerungsschutzes müssen enger zusammenarbeiten, um für einen Ernstfall gewappnet zu sein. Der Zivilschutz will dabei ein leistungsfähiger Partner sein. Er kann in lang andauernden Notlagen die Durchhaltefähigkeit gewährleisten und die übrigen Partnerorganisationen unterstützen, verstärken und entlasten. „Soll der Bevölkerungsschutz mehr sein als eine Schreibtischidee, so muss er vor Ort und im Alltag in Zusammenarbeit mit den Partnern gelebt werden“, so Alfred Haab.

Umsetzung mit neuer Führung

Die Strategie findet ihre Fortsetzung in den konkreten Jahresplanungen. Im kommenden Jahr ist deshalb die formationsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der ZSO Albis als Schwerpunkt vorgesehen. Der stetig auszubauende Kontakt mit den Partnerorganisationen führt voraussichtich im Jahr 2016 zu einem Übungseinsatz des gesamten Bevölkerungsschutzes unter der Leitung der regionalen Führungsorganisation (RFO). Diesen ehrgeizigen Fahrplan wird das Kommando in neuer Zusammensetzung angehen. Kommandant Stv. Stefan Bommeli verlässt die ZSO Albis nach Ablauf seiner Dienstzeit auf Ende September. Richard Kägi nimmt am 1. August sein Amt als erster Kommandant Stv. auf.  Er wird stärker als der konzeptionell arbeitende Stefan Bommeli den Kommandanten Alfred Haab „an der Front“ unterstützen. Richard Kägi trifft nur beim Gebäude auf eine Baustelle – die Zivilschutzorganisation hingegen steht auf stabilem Fundament. 

www.zsoalbis.ch, Anzeiger Bezirk Affoltern, 3.7.2012