Ein Wanderweg vom Bäckental ins Altgrüt

Eine Lücke weniger im Knonauer Wanderweg-Netz: Unter der Regie des Werkdiensts haben Zivilschützer von der ZSO Albis innert drei Tagen einen 240 Meter langen Weg vom Bäckental ins Altgrüt erstellt.

Vom Dorfkern Knonau geht es an der Kläranlage vorbei in Richtung Haselbach und am diesseitigen Ufer rechts weiter. An der spitzwinkligen Kehre war bis anhin Endstation – zumindest für all jene, die sich ans offizielle Wegenetz halten. Ein ausgetretener Trampelpfad legte allerdings die Vermutung nahe, dass so mancher von hier «wild» zum nahen Altgrüt-Wald querte.

Idee aus der LEK-Kommission

Bestehende Wanderwege verbinden, so heisst ein Anliegen der Knonauer Kommission Landwirtschaftliches Entwicklungs-Konzept (LEK). Bei ihren Gemeinderat-Kollegen stiess LEK-Präsidentin Marianne Mühl ebenso auf offene Ohren wie bei Landbesitzer Andreas Gürtler und Anstösser Lukas Frei. Deshalb wurde Hugo Peter, Strassenmeister vom Werkdienst, beauftragt, einen Wanderweg von erwähnter Spitzkehre im Bäckental zum bestehenden Weg im Altgrüt zu erstellen. Unterstützung bekam er dabei von der ZSO Albis. Im Rahmen eines WKs setzten sich fünf Zivilschützer drei Tage lang ein, um das 240 Meter lange Wegstück zu bauen. «Es ist immer gut, wenn man Gemeinden unterstützen kann», sagt Alfred Haab, Kommandant der ZSO Albis, «wenn man sich kennt, sucht man auch im Ernstfall eher die Zusammenarbeit.»

Erst wurde mit dem Bagger Humus abgetragen, dann ein Trennvlies verlegt – damit alles dort bleibt, wo es sein soll – und schliesslich folgte ein Koffer mit Strassenkies. Bei den Zivilschützern kommt die Arbeit gut an: «Wir machen gerne solche Sachen», sagt einer und ein anderer fügt an: «Besonders, wenn der Chef immer so gutes Wetter bestellt!»

Thomas Stöckli, Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern