Zivilschutz in Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Sanität und Polizei

Am 7. September organisierte die ZSO Albis zusammen mit den Bevölkerungsschutz-Partner der Feuerwehr, Sanität und Polizei die Probe-Evakuierung des Oberstufen-Schulhauses „Wygarten“ in Mettmenstetten.

„Soeben wurde die Sekundarschule Mettmenstetten von einem starken Erdbeben erschüttert. An Teilen der Gebäude sind Schäden entstanden. Personen wurden verletzt.“ Dies war die Ausgangslage einer über ein Jahr lang geplanter Übung unter der Leitung von ZSO Albis Kommandant Alfred Haab. 

Die Sekundarschule Mettmenstetten gelangte an die ZSO mit der Bitte, in einer Übung ihr Sicherheitskonzept „Krisenmanagement“ überprüfen zu können. Am 7. September war es soweit. Unter der Annahme, ein Erdbeben habe die Treppe eines Schulhauses so stark beschädigt, dass sieben Personen eines Reinigungsdienstes verletzt wurden und niemand mehr das Gebäude verlassen kann, löste eine Lehrperson – die bis zu Beginn der Übung ahnungslos war – Alarm aus. 

Sofort wurde die Feuerwehr Knonauer Amt Süd alarmiert. Mit ihr auch die Sanität und Polizei. Kurz darauf wurde die ZSO Albis von der Feuerwehr um Hilfe gebeten. Eine Gruppe von Betreuern eilte der Feuerwehr unterstützend zur Hilfe. Am Unfallort unterstützten die Zivilschützer ihre Bevölkerungsschutzpartner bei der Betreuung der evakuierten Kinder und Lehrpersonen und versorgten die Leute am Sammelplatz mit Informationen. 

Kurz vor Mittag war die Probe-Evakuierung erfolgreich abgeschlossen. Vor Ort überzeugten sich 14 Gäste, mehrheitlich von Nachbarsgemeinden und Schulen, von der überzeugenden Arbeit der Bevölkerungsschutzorganisationen. 

„Der Zivilschutz hilft da, wo die Nachbarschaftshilfe gefragt ist“, sagte ZSO Albis Kommandant Alfred Haab. Nur lobende Worte für den Einsatz fand der Gemeindepräsident von Mettmentstetten, René Kälin, der ebenfalls unter der Gästeschar weilte: „Es wurde den ganzen Morgen über exzellente Vorarbeit geleistet. Wir alle wissen, dass ein solches Szenario auch in der Realität denkbar ist. Die Ruhe und die Geschwindigkeit, mit der unfallfrei gearbeitet wurde, hat mich überzeugt.“ Weiter ist dem Gemeindepräsidenten aufgefallen, dass es kaum Überschneidungen gab zwischen den einzelnen Rettungseinheiten und genügend – aber nicht zu viele Leute vor Ort waren. 

Schulleiter Urs Bregenzer, der Initiator der Übung, dankte nach dem erfolgreichen Abschluss allen beteiligten Personen für ihren Einsatz. „14 Minuten nach dem Alarm sind Sie hier gestanden und haben unsere Kinder gerettet. Es tut gut zu wissen, dass auf Sie alle Verlass ist.“ Und danach schloss er pointiert: „Normalerweise bin ich überzeugt davon, dass die Dinge, die wir an der Schule lehren, auch angewendet werden können. Aber ich hoffe inständig, dass das Wissen von heute Morgen nie nötig sein wird.“

Jeder der Bevölkerungsschutzpartner lobte den Einsatz der Betreuer der ZSO Albis. Insbesondere die Sanität war dankbar für „die ergänzende Man Power, die wir dringend benötigten“, wie Einsatzleiter Daniel Kreis erklärte. Und auch die Feuerwehr zog ein positives Fazit, wenn auch in den ersten Minuten die eine oder andere Abstimmungsschwierigkeit gab. 

Unter den Gästen weilte mit Elisabeth Knabenhans auch die Präsidentin des Sicherheitszweckverbands Albis. Sie bezeichnete den Morgen als „ganz wichtige Übung“ für sämtliche Bevölkerungsschutzorganisationen, wie auch für die Schule in Mettmenstetten. Am meisten interessierte sie, wo die Rädchen noch nicht so ganz wie gewünscht ineinander griffen – schliesslich gehe es in einer Übung auch darum, Verbesserungen für die Zukunft zu finden. Diese Verbesserungen ortete sie in der „Kommunikation und der Koordination“ unter den Bevölkerungsschutzpartnern, „ich habe einen übergreifenden Einsatzleiter vermisst“, sagte sie, „hier haben alle noch Verbesserungspotential.“