Erfolgreicher Probealarm der ZSO Albis
Den Feierabend bereits vor Augen, erhielten über 200 Zivilschützer am Donnerstag 7. Oktober per Telefon und SMS ein Notfallaufgebot: „Probealarm. Sofort an der Industriestrasse 1 in Affoltern einrücken.“
Den Feierabend bereits vor Augen, erhielten über 200 Zivilschützer am letzten Donnerstag per Telefon und SMS ein Notfallaufgebot: „Probealarm. Sofort an der Industriestrasse 1 in Affoltern einrücken.“ Das neu eingesetzte computergesteuerte Alarmierungssystem (iXarma) stellt einen weiteren Schritt zur Professionalisierung der Zivilschutzorganisation Albis dar. Zum ersten Mal den Alarm konkret ausgelöst, folgten gut 60 Zivilschützer dem ungewohnten Aufgebot.
Arbeiten im Notfall
Während die üblichen Wiederholungskurse stark durchgeplant sind und wenig Raum für Überraschungen zulassen, ermöglichte der Abend eine realistische Simulation eines Notfalleinsatzes: Von der Chaosphase zu Beginn auf dem Sammelplatz, die durch klare Aufträge in zielgerichtete Arbeit überführt werden konnte und eine strukturierte Führung dank regelmässigen Rapporten, bis hin zum gemeinsamen Abtreten am Schluss. Die Konfrontation mit konkreten Problemstellungen verlangte von jedem Zivilschützer Eigeninitiative und Engagement. Gerade weil viele auch in ungewohnter Stellung arbeiten mussten: Die erste eingerückte Person mit Kaderausbildung übernahm die Führung seines gesamten Dienstbereiches.
Bewältigen von Szenarien
Im ersten Rapport um 18 Uhr erteilte Kommandant Alfred Haab die Aufträge an die verschiedenen Dienste. Die Kommunikation zwischen Sammelplatz und Kommandoposten wurde durch die Führungsunterstützung sichergestellt. Der Betreuungsdienst sah sich mit den Folgen einer Gasexplosion konfrontiert. Innert kürzester Zeit musste eine Sammelstelle für evakuierte Personen errichtet werden: Die engen Platzverhältnisse und die einbrechende Dunkelheit verlangten Anpassungen. Kulturgüterschutz, Unterstützung und Materialdienst arbeiteten ebenfalls an den Notfallszenarien. Jede halbe Stunde fanden sich die verantwortlichen Führungspersonen zum Rapport im Kommandoposten ein und passten die Aufträge der jeweiligen Situation an.
Auf die ZSO zählen
Unspektakulär aber entscheidend für den erfolgreichen Einsatz ist die Verpflegung. Bei einer Wurst unter dem erstellten Notzelt zog Kommandant Alfred Haab eine erste Bilanz. Die Ergebnisse der Aufträge überzeugten, genauso wie der Einsatz der Zivilschützer. Das eigentliche Wagnis des Abends war jedoch die computergestützte Alarmierung. Eine genaue Analyse des Ablaufs steht noch aus, doch müssen die Zivilschützer sicher stärker für die neue Alarmierung sensibilisiert werden, so dass die Einrückquote verbessert wird. Dass der gesamte Betrieb innert kürzester Zeit professionell anlief, gibt indes zusätzliche Sicherheit.
Ebenso würdigten die beobachtenden Gäste den Einsatz: Die Vertreter des Sicherheitszweckverbandes waren von der Notfallübung angetan. Und die Feuerwehr als zentraler Partner im Bevölkerungsschutz zeigte sich überzeugt, dass wie im Notfall auf die ZSO Albis zählen kann.
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